Entlang der griechischen Küste

Dienstag, 14.Mai

Heute schaffen wir es rechtzeitig zum Frühstück, packen und auschecken aus unserem Luxushotel. Die Sonne lacht, das schlechte Wetter ist vergessen. Markus wird uns heute leider verlassen, er fährt zur Küste nach Igoumenitsa und nimmt von dort die Fähre zurück. Ab jetzt werden Heiko und ich die Tour hoffentlich wie geplant fortsetzen.

Über eine schöne Bergstrecke fahren wir langsam wieder näher an die Küste nach Thessaloniki, wo wir einen ganz kurzen Stop an der Uferpromenade machen. Gleich fallen einige afrikanische Händler über uns her, aber ohne Erfolg. Trotzdem eine kleine nette Unterhaltung mit dem Typ aus Nigeria. Weiter geht es über zum Teil sehr monotone Strecken, aber es duftet herrlich nach Mittelmeer und die Temperatur steigt bis auf 27 Grad, sehr angenehm. Später folgt die Strecke wieder der Küste, teilweise direkt am Meer. Ich biege bei einem Schild „Vrasna Beach“ rechts ab und wir finden ein wirklich paradiesisches Plätzchen mit Strand und kleiner Taverne. Das nutzen wir für eine grössere Rast mit Nahrungsaufnahme. Souvlaki, Bauernsalat und geröstetes Brot, mmmmmh. Wir fahren noch weiter bis Kavala, wo wir einen Campingplatz fast am Strand finden. Immerhin haben wir heute 380 km geschafft, das ist nach den letzten Tagen gar nicht so schlecht. Es ist noch warm, also verzichte ich heute aufs Zelt und schlafe nur auf der Plane. Später treffen wir nebenan noch Sven und seine Miturlauber aus Ludwigsburg, die mit 2 VW Bullis auf dem Weg in die Türkei sind.

Mittwoch, 15.Mai

Das Schlafen open air war wunderbar bequem und nicht zu kalt. Um neun Uhr ist an der Rezeption noch niemand, obwohl das quasi so vereinbart war. Das ist Pech, dann müssen wir wohl leider so fahren. War eine preiswerte Übernachtung. In Kavala City machen wir kurzen Frühstücksstop, dann geht es meist entlang der Küste weiter. Nächster Stop am einer kleinen Kapelle auf einer Insel, zu der man über einen langen Steg gelangt. Agios Nikolaos steht auf griechisch am Eingang. Weiter gehts auf einer schmalen Landzunge zwischen zwei riesigen Seen hindurch. In Alexandroupoli machen wir Mittagspause. Direkt am Meer gibt es an der Uferpromenade eine Taverne, perfekt. Von hier ist es nicht mehr weit zur türkischen Grenze. Wir verlassen wieder einmal die EU, diesmal für länger. Es ist erstaunlich wenig los, und in etwa 20 Minuten sind wir durch. Kein besonderer Papierkram, aber Fahrzeugpapiere und grüne Versicherungskarte brauchen wir auch hier. Es gibt einen Stempel vom Zoll in den Pass. In Tekirdag halten wir kurz an und werden spontan von einigen Strassenhändlern auf einen Chai eingeladen. Nette Begrüssung in der Türkei. Wir fahren noch weiter bis hinter Tekirdag, wo wir laut Navi einen Campingplatz finden sollten. Der Platz ist geschlossen und sieht auch nicht sehr einladend aus. Aber in der Ferienhausanlage nebenan dürfen wir auf dem Parkplatz campen, auch ok. Es gibt fliessendes Wasser aus der Hauswand und einen kleinen Laden ein paar Meter weiter. So waren es dann wieder knapp 400 km heute, es geht voran. Am Abend planen wir noch die Weiterfahrt nach Istanbul, bzw.suchen das Stadtviertel mit den meisten Hostels, Beyoglu.