Urmia – homestay

Seit gestern sind wir in Urmia und wohnen bei Hosseins (nicht im Bild) sehr netter Familie. Er ist auch bike-crazy, mehr dazu später mal. Die Stadt ist riesig und hat mehr als 500.000 Einwohner. Gestern gabs unter anderem eine Motorradtour durch die Stadt über die sogenannte „Promenade“. Dabei fahren freitags alle mit möglichst vollgepackten Autos eine Strasse aus der Stadt raus und wieder rein. Genau genommen steht man nur im Stau, aber das fördert die Kommunikation. Hier wird gehupt, geflirtet, Neuigkeiten ausgetauscht und vieles mehr. Als wir mal kurz anhalten und am Strassenrand stehen, bildet sich sofort ein totaler Stau. Leute laden uns zum Essen nach Hause ein oder sagen einfach mal kurz hallo, einfach der Wahnsinn. Der Verkehr hier in der Stadt ist noch wesentlich „kreativer“ als in Istanbul, aber das klappt soweit ganz gut. Nur nachts bei den Wahlkampf Autokorsos flippen alle völlig aus. Ist ein wenig wie in Stuttgart auf der Theo nach einem deutschen Sieg bei der Fussball WM. Das Essen kann nicht mit der Türkei mithalten, wir wechseln zwischen Kebap und Fast Food hin und her. Bier oder Alkohol gibt es bisher nicht, vielleicht später irgendwo privat mal. Heute war Geld tauschen, Basarbesuch und ein wenig Stadtbesichtigung angesagt. Wir lernen einige von Hossein’s Freunden kennen.