Eine Woche in Tblisi

Die Hauptstadt von Georgien empfängt uns mit dem typischen Durcheinander von Menschen, Architektur und Essen.

Da hat sich in neun Jahren nichts geändert, Tblisi ist immer noch gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig aber auch sehr spannend und niemals langweilig. Unser erster Stop hier dauert sogar etwas länger als eine Woche. Auf dem genialen Stellplatz hinter der Sameba Kathedrale (kostenlos) lernen wir einige andere nette Traveler kennen. Auch Bekannte aus Batumi treffen wir hier wieder.

Mit dem Wetter haben wir richtig Glück. Vorher war es wohl extrem heiss, aber jetzt sind Temperaturen um die 30 Grad und oft viel Wind. Gegen Ende unserer Zeit hier wird es etwas wärmer und wolkiger, das fühlt sich dann tagsüber nicht mehr so gut an. Selbst im Dachzelt ist es nachts ohne Schlafsack ok.

Von hier aus erkunden wir die Stadt oder verbringen ganze Tage hier oben. Es gibt viele Geschäfte und Restaurants in der Nähe, Wasser bekommen wir auf dem Gelände der Kathedrale. Es gibt einiges zu erledigen. Das Visum für Iran besorgen wir in Tblisi und Reddie bekommt eine neue Bordbatterie. Mit etwas Sucherei finden wir eine Varta mit 74 Ah, die grade so unter den Sitz passt. Bei der Gelegenheit werden auch gleich noch ein paar Kabel verlegt und die Kühlbox bekommt einen neuen Anschluss.

Ansonsten haben wir uns etwas ausführlicher mit der georgischen Küche beschäftigt und das diesmal mit Erfolg. Das Adjarian Kachapuri schmeckt himmlisch bei einer kleinen Bäckerei gegenüber der Kathedrale. Ein sehr leckeres Chashushuli essen wir bei Inga, einem kleinen family cuisine hinter den Bahngleisen.

Ansonsten sind wir in der Altstadt, auf der Festung oder in anderen Stadtvierteln zu Fuß unterwegs. Neben Awlabari, wo wir stehen, gefallen uns Sololaki (besonders abends), Marjanshvili und Wake/Vera recht gut. Auch ein Spaziergang auf der Rustaveli Avenue ist immer interessant. Nur bloß nicht am Flussufer entlang gehen, der Verkehr nervt gewaltig. Apropos Verkehr: auf der Strasse verwandeln sich die Georgier in rücksichtslose und aggressive Monster. Manchmal ist es sicher nur Dummheit, aber Autofahren kann hier kaum jemand. Nicht zufällig sieht man soviele Unfallfahrzeuge, die ohne Stoßstangen und Scheinwerfer rumfahren.

In Tblisi treffen wir auch Benjamin und Magda wieder. Wir spazieren durch die Altstadt und gehen zusammen was essen und trinken. Benjamin wird seine Motoraddtour von hier aus im Oktober fortsetzen, jetzt geht es erstmal mit dem Flieger zurück.

Beim nächsten Besuch der Hauptstadt werden wir dann noch die Gasflasche auffüllen, die tatsächlich über 4 Monate gehalten hat (ohne Kühlschrank). Im Iran werden wir vermutlich mit Gas kühlen , die kleine Kühlbox schafft es einfach nicht bei richtiger Hitze.

#Tblisi #Tiflis #vanlife